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Valdivia

Chile

Jessica Henkel

Lehrerin am Instituto Alemán Carlos Anwandter, Valdivia, Chile

Über den Tellerrand schauen

1982 in Cottbus geboren, studierte in Jena Biologie und Geschichte. Gleich nach dem zweiten Staatsexamen geht Henkel an die Deutsche Schule Valdivia im Süden von Chile.

Ich wollte Erfahrungen sammeln, neue Eindrücke bekommen, über den Tellerrand schauen und natürlich auch eine andere Kultur kennenlernen. Henkels Fächerkombination ist in Valdivia gefragt. Sie gibt dort Deutschsprachigen Fachunterricht (DFU). Die Schule bietet das Gemischtsprachige Internationale Baccalaureate (GIB) an. 

Fachschaft arbeitet eng zusammen

Wie erlebt die junge Lehrerin den Schulalltag im Ausland? Die Zusammenarbeit innerhalb unserer Fachschaft ist deutlich enger, als ich das aus Deutschland kenne", sagt Henkel. Sie verbringt deutlich mehr Zeit innerhalb der Schule, auch nachmittags oder an Wochenenden. Privat und beruflich seien weniger getrennt:

Man ist mit seinen Kollegen befreundet und so gut wie jedes Zusammensein ist zugleich ein Arbeitstreffen.

Henkel rät Lehrkräften, die ins Ausland gehen möchten: "Offen sein gegenüber den kleinen und großen Unterschieden - und lieber eine eigene Meinung bilden als zu viel auf andere hören."

Die Erfahrungen im Auslandsschuldienst seien sehr unterschiedlich. Nicht nur beruflich ist Henkel in Chile glücklich. Sie hat sich im Ausland ein neues Leben aufgebaut. "Ich habe hier zwei wunderbare Kinder bekommen mit einem tollen Mann, den ich nur kennengelernt habe, weil ich als Lehrerin nach Valdivia gekommen bin."

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