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St. Paul

USA

Fabian Liesner

Lehrer an der Twin Cities German Immersion School St. Paul

Inklusion ist hier allgegenwärtig

Was sehen Sie, wenn Sie aus dem Fenster schauen?

Fabian Liesner

Im Moment sehe ich eine große Menge Schnee. Dazu, wie sehr oft in diesem Teil der USA, einen strahlend blauen Himmel, viele große Bäume, die die Nachbarschaft im Sommer zu einer noch schöneren Wohngegend machen, und am Ende der Straße ganz in der Ferne einen ebenfalls von Bäumen umgebenen See.

Für jemanden, der noch nie da war: Wie würden Sie die USA beschreiben?

Fabian Liesner

Riesengroß und unglaublich vielseitig. Egal wo und wie, es ist für jeden Geschmack garantiert etwas dabei. Aus touristischer Sicht bedeutet das alles von Strandurlaub, City-Trips, Wander- oder Skitouren in den Bergen, aber auch Roadtrips mit Übernachtungen in Nationalparks oder der Wüste. Aus kulinarischer Sicht schließt das alles ein, was man sich nur vorstellen kann, von Burgern und BBQs bis zu somalischer Küche, karibischen Restaurants und Märkten mit Spezialitäten der südostasiatischen& Hmong-Küche.

Das sollte man in den USA auf keinen Fall verpassen:

Fabian Liesner

Die vielen großen Städte, besonders Chicago, San Francisco und New York, aber auch kleinere Städte wie New Orleans oder eben Minneapolis. Neben der East- und Westcoast sind vor allem auch die vielen Nationalparks einenBesuch wert... Zion, Grand Canyon, Yosemite, Bryce Canyon, etc., und hier im Norden Minnesotas der "Boundary Water Canoe Area Wilderness" Nationalpark. Aber auch entlang der vielen Highways, die die Staaten miteinander verbinden, finden sich immer wieder überraschende Sehenswürdigkeiten - urig-kleine lokale Brauereien, Freizeitparks mit rekordverdächtigen Achterbahnen, aber auch entlegene Dörfer im Wildweststil und künstlerische Skulpturenparks. Egal wo man hinreist, es gibt immer etwas Neues zu lernen und zu entdecken.

Fabian Liesner, Lehrer an der Twin Cities German Immersion School St. Paul

 

Was sollte man vor dem Auslandseinsatz in den USA wissen?

Fabian Liesner

Dass der Arbeitsalltag hier trotz der gefühlten kulturellen Nähe doch sehr anders ist als das Leben an einer Schule in Deutschland. Nicht nur, weil die Inklusion hier allgegenwärtig ist, sondern auch weil der Erziehungsauftrag hier noch eine größere Rolle spielt. Davon abgesehen ist der professionelle Kommunikationsstil in den USA nicht immer so direkt wie in Deutschland. Auch die Arbeitszeiten sind für manche vielleicht zunächst eine Herausforderung: Anstatt von einer festen Stundenzahl arbeitet man hier in einer 40-Stunden-Woche mit Präsenzzeit. Und auch die Bürokratie beim Besorgen eines Visums hat im vergangenen Jahrzehnt stark zugenommen.

Auf der anderen Seite gibt es hier in den USA extrem viele Möglichkeiten, sich professionell weiterzubilden und eine bessere Lehrperson zu werden. Wer eine gewisse Arbeitserfahrung in den USA gesammelt hat, ist auf jeden Fall danach für den Unterricht an einer Schule in Deutschland bestens aufgestellt... falls man sich nicht in der Zwischenzeit dazu entschieden hat, langfristig in den USA zu bleiben.

Was ist das Besondere an der Schule, an der Sie tätig sind?

Fabian Liesner

Wir sind keine klassische Deutsche Auslandsschule, sondern eine deutsche Immersionsschule, die mit dem Kindergarten startet und mit der 8. Klasse endet. Die Unterrichtssprache ist von Tag 1 an Deutsch, sodass die Kinder schon in einem frühen Alter mit der Sprache vertraut gemacht werden. Erst zum Ende der Grundschule bekommen die Kinder auch englischsprachigen Unterricht, sodass man mit den Kindern schon in der 4. bis 5. Klasse längere und auch tiefergehende Unterhaltungen auf Deutsch führen kann. Die Arbeit beschränkt sich daher trotz des jungen Alters der Schülerschaft nicht auf einen reinen Fremdsprachenlehrunterricht, sondern kann tatsächlich mit komplexen Inhalten gefüllt werden, was für mich persönlich einen großen Reiz darstellt.

Die logistischen Voraussetzungen sind ebenfalls bemerkenswert: Ab der 5. Klasse haben alle Lernenden Zugang zu ihrem eigenen Computer und auch sonst ist die Schule bestens ausgestattet. Zudem ist das Kollegium hinsichtlich seiner Bildungshintergründe äußerst vielschichtig: Neben Lehrkräften mit Universitätsabschlüssen aus Deutschland, der Schweiz, Österreich, der USA und Kanada gibt es an der Schule auch Schulpsychologen, Logopädinnen, Ergotherapeutinnen, Bibliothekarinnen, und Hilfslehrkräfte zur Unterstützung im Klassenzimmer.

Im Vergleich zu den versteckten, aber festen Hierarchien, die an vielen deutschen Schulen herrschen, ist hier jeder in seinem Engagement willkommen, der sich für die Schule einsetzen will. So ist es als Junglehrer bedeutend einfacher, frühzeitig Verantwortung zu übernehmen.

Bitte vervollständigen Sie diesen Satz: 

...und darum war es genau die richtige Entscheidung, ins Ausland zu gehen

Weil das Leben hier nie langweilig ist! Als Tourist in meiner eigenen Stadt unternehme ich in meiner Freizeit viel mehr als früher in Deutschland, gehe ins Museum, auf Konzerte, zu Sportevents oder ins Theater. Aus professioneller Sicht habe ich in den ersten Jahren hier unglaublich viel über meinen Beruf, aber auch über interkulturelle Zusammenarbeit und mich selbst gelernt. Das Leben im Ausland kann definitiv anstrengend und herausfordernd sein, ist aber für Menschen mit einer gewissen Abenteuerlust auf jeden Fall zu empfehlen.

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