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Hongkong

China

Berufserfahrung als Sonderpädagogin:

2008

Bei GSIS seit:

2014

Lieblingsfach als Schülerin:

Englisch, Physik

Christine Köstlin

Sonderpädagogin, GSIS, Hongkong

Was macht das Arbeiten an der GSIS für Sie besonders?

Christine Köstlin

Das besondere an der GSIS für mich ist die Zusammenarbeit mit den Lehrerinnen und Lehrern. Es gibt Kollegen aus allen Bundesländern mit unterschiedlichen Erfahrungen aus verschiedensten Systemen. In der gemeinsamen Arbeit bringen wir alles an einen Tisch und profitieren und lernen voneinander. Die Kolleginnen und Kollegen sind meinem Arbeitsbereich viel aufgeschlossener gegenüber, als ich das in Deutschland erlebt habe. Vermutlich liegt das daran, dass man selbst sehr offen, flexibel und tolerant sein muss, um im Ausland erfolgreich zu unterrichten. Aber auch die Familien unserer Schülerinnen und Schüler bringen viele kulturelle Hintergründe mit. Gemeinsam sind wir eine sehr heterogene Schulgemeinschaft, in der alle voneinander lernen und gemeinsam wachsen.

Warum würden Sie jemanden empfehlen an der GSIS ta?tig zu werden?

Christine Köstlin

Die GSIS bietet ein außergewöhnliches Arbeitsumfeld mit einer heterogenen Lernenden-
und Lehrenden-Klientel. Durch die Internationalität unserer Schulerinnen und Schuler, aber auch unserer Kolleginnen und Kollegen, entsteht ein sehr vielseitiges und interessantes Schulleben, das von Wertschätzung gepragt ist. Deutsche Auslandsschulen bieten ein spannendes und außergewöhnliches Umfeld, das man so in Deutschland nicht finden kann. Die GSIS wird außerdem neben dem deutschen System durch einen englischen Zweig ergänzt, was internationale Zusammenarbeit der Lehrerinnen und Lehrer hervorbringen und fordern kann. Die Menschen an dieser Schule sind offener und toleranter, weil hier fast alle gleichermaßen zu Hause wie fremd sind. Das pra?gt eine besondere Haltung, in der jeder willkommen ist und einen Platz findet.

Was war für Sie ein bemerkenswerter Moment mit unseren Schülerinnen und Schülern?

Christine Köstlin

Ein besonders schönes Erlebnis war eine „Lesenacht“ vor zwei Jahren mit einer sechsten Klasse in der Bibliothek der Schule. Ich kannte die Klasse durch die Begleitung eines Schülers im Unterricht und die Schülerinnen und Schüler hatten sich gewünscht, dass ich an der Übernachtung teilnehme. Wir haben zusammen Pizza gegessen, gespielt, natürlich viel gelesen und reichlich gelacht. Wir alle haben diese gemeinsame Aktion sehr genossen und eine besondere Verbindung zu der Klasse ist bis heute geblieben.

Wie hat Sie Ihr Wirken und Leben in einem multikulturellen Umfeld geprägt?

Christine Köstlin

Die Erfahrungen, die ich in den ersten beiden Jahren hier gemacht habe, empfinde ich jetzt schon als essentiell. Ich habe gelernt, mich selbst und meine Überzeugungen nicht so wichtig zu nehmen. Die Prägung durch meine eigene Kultur nehme ich viel stärker wahr als früher und ich freue mich über die vielen Gelegenheiten hier, meinen Horizont zu erweitern. Ich weiß jetzt, dass die Dinge immer alle irgendwie funktionieren und ich alles alleine schaffen kann. Aber auch, dass es immer Menschen gibt, die einem helfen und man eigentlich nie alleine ist. Diese Erfahrung empfinde ich als sehr wertvoll, sowohl privat als auch beruflich.